Wir suchen Gleichgesinnte

Wir freuen uns stets, wenn wir Leute treffen, die wie wir Wildtieren in Not helfen wollen und bei denen das Tier im Vordergrund steht. Wenn Sie Interesse daran haben, auch ein privater Wildtierpfleger zu werden, dürfen Sie uns gerne unter der Telefonnummer 0171/2708989 kontaktieren.

Wir sind gerne bereit, Sie anzulernen. Sie selbst wählen, in welchem Umfang Sie helfen möchten, und welche Tierart Sie bevorzugt gerne betreuen würden.

Für die Pflege von Babywildtieren oder verletzten Wildtieren benötigen Sie Fachkenntisse, die wir Ihnen gerne bestmöglich vermitteln. Es ist aber auch unerlässlich, dass Sie sich selbst informieren und mit Tierärzten und anderen Pflegestellen austauschen. So lernt man am Schnellsten. Am günstigsten ist es natürlich, wenn jemand die erforderliche Sachkunde bereits mitbringt. Ich musste mir seinerzeit alles selbst beibringen - durch Eigenstudium von Fachliteratur, Gespräche mit Tierärzten und Austausch mit anderen Pflegestellen in ganz Deutschland.

Sie müssen stabile Nerven haben, denn wir können nicht alle Findlinge durchbringen, manchmal werden sie zu spät gefunden, sind zu schwer verletzt oder wurden von Findern falsch gefüttert und unsachgemäß behandelt. Aufgrund unseres hohen Einsatzes für die Tiere schaffen wir es jedoch, durchschnittlich ca. 70 % der Findlinge zu retten. Dies entschädigt uns für erlittene Verluste, die immer an uns nagen, egal, wie lange wir den "Job" schon machen.

Die Wildtierhilfe ist ein weites Betätigungsfeld, man lernt nie aus. Immer wieder erfahren wir neues und lernen täglich dazu. Bei uns wird es nie langweilig.

 

 

Was Sie noch als elementare Eigenschaften mitbringen müssen, sind Pflichtbewusstsein und Mitgefühl für die leidende Kreatur. Die Tiere benötigen konstante tägliche Betreuung, auch wenn es Ihnen selbst mal nicht so gut geht. Der Idealfall ist, dass Sie einen Partner haben, der die Aufgabe der Pflege mit Ihnen teilt.

Wir weisen darauf hin, dass wir Wildtiere, die trotz aller tierärztlichen Bemühungen nicht mehr auswilderbar bleiben, nicht euthanasieren lassen, wenn sie schmerzfrei und lebensfroh sind. Wir geben diesen Kandidaten eine Chance auf ein zweites Leben in behördlich genehmigten Volieren. Eine dieser Unterbringungsmöglichkeiten ist die mit uns eng verbundene staatlich nach § 11 Tierschutzgesetz genehmigte Wildvogel-Auffangstation Stadtsteinach, eine privat betriebene Station für Wildvögel in Not. Wir erwarten von zukünftigen Helferinnen und Helfern, dass sie unsere Auffassung teilen. Ein Beispiel: Ein Vogelleben ist bei einem Großteil der heimischen Vögel nicht automatisch nicht mehr lebenswert, nur weil es an der Flugfähigkeit fehlt. Viele sind gute Fußgänger und verbringen auch im gesunden Zustand viel Zeit am Boden. Diesen Tieren, soweit sie sonst gesund sind und weder an Schmerzen noch sonstigen schweren organischen Krankheiten leiden, sollte man das Lebensrecht nicht absprechen. Der Mensch ist häufig selbst an Verstümmelungen der Wildtiere beteiligt (Luftgewehre, Autos, Motorräder, Fensterscheiben, Fallen, Taubenabwehrnetze / -spikes, Jagd etc.). Wir Menschen sind daher in der Verantwortung, erlittene Schäden wieder gut zu machen!

Falls Sie Interesse an der verantwortungsvollen, spannenden Tätigkeit des Wildtierpflegers haben, zögern Sie bitte nicht, mit uns in Kontakt zu treten. Wir sind für jede Hilfe dankbar, denn während der Saison werden täglich Patienten in Notlagen gefunden und müssen adäquat versorgt werden.

Ein Hinweis sei uns noch gestattet: Da wir Privatleute sind, trägt jede Helferin / jeder Helfer die Kosten für die von ihr bzw. ihm aufgenommenen Pfleglinge selbst.

Katzenhaushalte sind für Wildtierpflege nicht geeignet, da das Risiko zu hoch ist, dass versehentlich mal eine Türe offen bleibt und die Katze Zugang zum Pflegling hat. Deshalb ist als Wildtierpfleger nur der- oder diejenige tauglich, wer eine katzenfreie Umgebung für die Pfleglinge bieten kann.

 

Pack mer´s, den Tieren zuliebe!

 

________

Wir freuen uns, dass wir in 2014 in Forchheim eine neue private Helferin für Vögel und Kaninchen dazu gewinnen konnten.