Wildtierhilfe proudly presents... jetzt auch im Fernsehen!

 

Die neue, große Eichhörnchen-Auswilderungsvoliere in unserer Eichhörnchen-Außenstelle, Nähe Nürnberg

Seit dem Sommer 2014 das vorübergehende Domizil der handaufgezogenen Eichhörnchen der Wildtierhilfe Bamberg-Forchheim, Außenstelle in der Nähe von Nürnberg

 

Meine Schwester Katja hilft mir schon seit vielen Jahren mit der Handaufzucht von Kaninchen, Feldhasen- und Eichhörnchenkindern. Auf diese Art und Weise in die Wildtierhilfe hinein gewachsen, beschloss sie als große Eichhörnchen-Freundin im Jahr 2014, selbst eine private Päppelstelle für abgestürzte, verkehrsunfallgeschädigte und sonstwie hilflose Eichhörnchen zu werden.

Da ihr Mann in ihrem Wohnort einen großen naturnahen Garten mit Gartenhaus, einem großen Naturteich und einigen Forellenbecken gepachtet hat, war zu ihrem Glück auch gleich der unverzichtbare Platz für die zwingend erforderliche Auswilderungsvoliere vorhanden.

In ebay fand Katja eine 10 qm Grundfläche und 20 Kubikmeter Raumvolumen bietende Großraum-Voliere mit Innenschleuse, Kostenfaktor über 1.000 Euro für die nackte Aluminiumvoliere. Mit Untergrundbegradigung, Plattenverlegung, Eingraben von Volierendraht zur Unterbodensicherung gegen das Durchgraben von Fressfeinden wie Marder, Fuchs und Ratten, der Inneneinrichtung und sonstigem Zubehör wie der Dachplane kam die Voliere insgesamt auf über 2.000 Euro.

Seitenansicht der Großraum-Voliere mit 5 m x 2 m x 2 m Innenmaß

Die geräumige Voliere bietet Platz für ihre Handaufzuchten und in der fortgeschrittenen Rekonvaleszenz befindlichen Unfall-Hörnchen.

Herzlich gedankt sei an dieser Stelle auch meinem Schwager Peter, der den Bau der Voliere geleitet und zusammen mit einigen hilfreichen Freunden Untergrundbegradigung, Unterbodensicherung und Aufbau der Voliere geleistet hat. Auch den hilfsbereiten Freunden sei an dieser Stelle herzlich für ihren schweißtreibenden Einsatz gedankt. Wir wissen die Mühen sehr zu schätzen, und unsere Eichhörnchen sicher auch! laugh

Eine Fernsehreportage über Katja und ihre Eichhörnchen-Aufzucht und Auswilderungsvoliere können Sie hier anschauen:

 

http://www.frankenfernsehen.tv/mediathek/kategorie/aktuelles/page/2/video/eichhoernchen-in-not/

 

Katjas tolle Eichhörnchen-Voliere und ihr aufwändiger Einsatz für kleine Baby-Eichhörnchen in Not hat sich mittlerweile in ihrem Landkreis herumgesprochen, und auch von außerhalb werden kleine Eichhörnchenbabys gebracht, bzw. muss sie selbst welche abholen, wenn Finder nicht mobil oder nicht willens sind, die Tiere zu bringen. Auch ortsnahe Tierheime geben Fundhörnchen an Katja ab. Wir danken hierbei besonders der netten Tierheimmitarbeiterin Frau H., dass sie sich auch für uns umhört, Spender für Astorin Kätzchenmilch und Volieren aufzutun.

Denn die kleinen Patienten verursachen jede Menge Ausgaben: Hohe Kosten für Tierarztbesuche, Aufzuchtmilch, Baby-Transportboxen, Wärmflaschen, Zimmervoliere für die ersten Kletterversuche etc.

All diese Ausgaben muss Katja, ebenso wie wir, von ihrem privaten Erwerbseinkommen finanzieren, da der Freistaat Bayern keine Fördermittel für private Auffangstationen vorsieht, im Gegensatz zu manch anderem Bundesland (sehr positiv ist uns da das Land Niedersachsen aufgefallen, das Auffangstationen mit bis zu 15.000 Euro jährlich unterstützen möchte). Auch die Kommunen unterstützen uns bislang nicht.

Jedes aufgenommene Tier ist für uns ein nicht unerheblicher Kostenfaktor, deshalb sind wir auf Förderbeiträge angewiesen. Damit Sie sehen können, wofür wir unser Geld aufwenden, möchten wir Ihnen hier gerne einige Innenaufnahmen der wirklich außerordentlich schönen und auch geräumigen Auswilderungsvoliere und seiner vorübergehenden Bewohner vorstellen.

Innenansicht der Voliere - diverse Kletteräste ermöglichen ein Herumturnen wie in der Natur

 

Blick aus der gegenüberliegenden Perspektive - Schlafkobel und Heuröhren, im Hintergrund ist die Innenschleuse zu sehen, welche ein vorzeitiges Entfliehen der Hörnchen verhindert. Denn Eichhörnchen sind sehr geschwind. Außerhalb sieht man die Fischbecken meines Schwagers.

 

Schlafkobel mit hygienischem Nistmaterial aus Zellfaser-Streifen - ein rotes Hörnchen hockt oben auf der Korkröhre

 

Wassertränke, von meinem Schwager mittels Bachlaufpumpe betrieben, der Volierenuntergrund besteht aus Erde, Torf und weißem, klein granuliertem Kies

 

Eichhörnchen auf einer der Korkröhren - das ist ein beliebter Ausguck...

 

... und auch ein beliebter Platz zum Verstecken. Hier kann man in Ruhe chillen, dösen, Nüsschen futtern und vieles mehr...

 

Diese wunderbare, wirklich sehr schöne und geräumige Auswilderungsvoliere ist eine weitere private Unterbringungsmöglichkeit, die wir heutzutage zum Glück unseren Pfleglingen bieten können.

Wir benötigen aber noch weitere  Volieren, um auch andere Tierarten wie Kleinvögel, Rabenvögel etc. selbst auswildern zu können. Noch immer sind wir auf Kollegen aus der weiteren Umgebung angewiesen und müssen Tiere mit erheblichen Zeit- und Benzinkostenaufwand nach auswärts fahren, da uns noch immer Sponsoren für die Volieren auf dem eigens für den Zweck der Auswilderung gepachteten kleinen naturnahen Gartengrundstück fehlen.

Durch Ihre Spende können Sie dazu beitragen, dass auch die Vogelwelt zu ihrem Recht auf schöne, geräumige Auswilderungsvolieren kommen kann.

Bitte helfen Sie uns, diese wirklich dringend benötigten Volieren bauen zu können. Sie tragen durch Ihre Spende zu einer artgerechten Vorbereitung auf das spätere Leben in der freien Wildbahn bei.

Wir schulden es unseren heimischen Wildtieren, dass wir ihnen so gut als möglich dabei helfen, weiterhin bestehen zu können, denn wir nehmen ihnen sehr viel artgerechte Lebensräume weg. Hier sind wir in der Pflicht, das unsrige dazu beizutragen, dass sich auch unsere Enkel und Urenkel noch über eine artenreiche Fauna freuen können und dass das ökologische Gleichgewicht unserer Natur so weit als irgend möglich erhalten bleiben kann.

Und nicht zuletzt auch dafür, dass jedes Individuum eine Chance erhält, trotz vorangegangener widriger Umstände doch noch in behüteter Umgebung aufzuwachsen und dass es später gesund und munter in die Natur, seine eigentliche Heimat, zurückkehren kann...

 

Eichhörnchen, rot-grau, versucht Grünzeug außerhalb der Voliere zu erreichen.

 

Hier noch ein paar Fotos von den nackt und blind bei Katja angekommenen Eichhörnchenbabys, welche auch in der Fernsehreportage gezeigt werden:

 

Die drei Eichhörnchenbabys waren neu geboren, als sie mit ihrem Kobel abstürzten...

 

Die drei Eichhörnchenbabys drei Wochen später...

 

Ihre Geschichte: Ein Baum mit ihrem Kobel daran wurde gefällt, Kobel und Hörnchen stürzten ab. Finder hatten Mitleid und kontaktierten Katja. Sie brachten ihr die Babys direkt in die Schule, an der sie als Lehrerin unterrichtet.  Katja ist dank unermüdlichen Einsatzes auch in den Nachtstunden die Aufzucht geglückt, die Babys gedeihen nach sehr schwieriger Anfangszeit und bekommen langsam Fellchen. Schlaf war in den ersten zwei Wochen absolute Mangelware für Katja. Und dies trotz Vollzeit-Berufstätigkeit. So ergeht es uns allen über die Sommermonate mit unseren Tierbabys, die einen hohen zeitlichen Einsatz erfordern. Die drei süßen Babyhörnchen waren neu geboren, als sie bei Katja ankamen. In der Fernsehreportage des Franken-Fernsehens können Sie die Babys nackt und blind bei der Fütterung beobachten. Das zweite Foto mit dem zarten ersten Fellchen entstand am 18.05.2015, das war der Tag der Ausstrahlung der Sendung, die Hörnchen waren da ca. 3 Wochen alt. Die Sendung kann in der Mediathek des Frankenfernsehens noch eine Weile angesehen werden.

 

Die selben drei Eichhörnchenbabys weitere 1,5 Wochen später... wir haben uns alle drei ganz lieb und kuscheln! Und wir schlafen tief und fest, weil wir satt sind mit unseren dicken Milchbäuchen!   :-)

 

Susanne Wicht