Vorwort

 

Die Tiergeschichten der Wildtierhilfe Bamberg berichten von wahren Erlebnissen aus unserem Alltag. Es sind spannende, lustige, nachdenkliche und traurige Geschichten dabei. Nicht immer gibt es ein Happy End. Wildtierhilfe ist eine sehr anstrengende Aufgabe. Tiere verunfallen oder erkranken in der freien Natur eigentlich laufend. Oft ist der Mensch schuld: Autounfälle, Scheibenaufprall, Freigängerkatzen, Reduzierung des Lebensraums, Wegnahme von Brutplätzen, tödliche Fallen wie Schornsteine und offene Regentonnen, aber auch falsche Fütterung der freilebenden Tiere mit Essensresten und falsche Pflege, bevor Findlinge zu uns kommen.

Wir wollen mit unserer Hilfe einen Beitrag dazu leisten, wieder gut zu machen, was der Mensch der Tierwelt zumutet, aber auch denjenigen helfen, die einfach "nur" Beinahe-Opfer von Fressfeinden wurden oder sich mangels Medikamente bei Auftreten von Krankheiten nicht selbst therapieren können. Es grassieren in der Natur viele tierartspezifische und auch tierartübergreifende Krankheitskeime, welche die Tiere nicht einfach selbst bekämpfen können. Auch hier möchten wir den Individuen helfen, durch gute tierärztliche Versorgung ihr Leben noch weiterhin leben zu dürfen.

Unsere verwaisten Baby-Tiere beanspruchen uns sogar rund um die Uhr, da sie auch nachts gefüttert werden müssen. Dies bedeutet, dass wir über die Sommermonate grundsätzlich nie durchschlafen und nie lange schlafen können. Chronischer Schlafmangel strengt an, schwächt den Kreislauf, das Konzentrationsvermögen leidet. Wir pflegen dennoch unermüdlich.

Unsere Geschichten sollen einen Einblick in unsere Arbeit geben, Freude machen, zum Nachdenken anregen, das eigene umweltbezogene Verhalten kritisch zu hinterfragen, und es soll Ihnen, liebe Leser, die Vielfalt unserer Tätigkeitsfelder näherbringen.

Da wir eine Handvoll privater freiwilliger Helfer sind, benötigen wir Ihre Unterstützung, um weiterhin Tieren in Not helfen zu können. Wir sind daher auch dringend auf Sponsoren und Förderer angewiesen, da unsere Hilfe für Tiere in Not viel, viel Geld verschlingt. Wir erhalten weder von Vater Staat noch von den Kommunen Fördermittel. Wir zahlen alles privat vom eigenen Einkommen, und von den wenigen kleineren Spenden, die bei uns eingehen.

Wir hoffen, unsere Geschichten helfen dabei, Ihnen die Notwendigkeit des Fortbestands der Wildtierhilfe näherzubringen. Bitte tragen auch Sie durch eine Spende dazu bei, dass wir weiterhin helfen können, wenn Tiere in Notlagen geraten!

 

Susanne Wicht