Wer sind wir?

 

Wildtierhilfe Bamberg

 

Wir helfen den Hilflosen!

 

Die Wildtierhilfe Bamberg wurde von mir im Februar 2013 gegründet und ist eine Privatinitiative sehr engagierter  freiwilliger Wildtier-Betreuerinnen aus Stadt und Landkreis Bamberg und seit Januar 2015 auch aus der Stadt und dem Landkreis Forchheim. Wir sind kein Verein und pflegen auch nicht im Auftrag eines Vereins, sondern sind mehrere voneinander völlig unabhängige, eigenverantwortliche Privatpersonen.

Gemeinsam versuchen wir seit vielen Jahren, in Notlagen gekommenen Wildtieren bestmöglich zu helfen. Bevor wir uns kennen lernten, war jede einzelne Helferin / jeder einzelne Helfer aus unserem Kreis selbst bereits viele Jahre privat im Tierschutz aktiv und half, wo Hilfe benötigt wurde. Einige Jahre waren wir von der Bamberger Helfergruppe ehrenamtlich, d. h. ohne Gehalt für einen Verein aktiv, haben uns aber dazu entschieden, als reine Privatpersonen frei, selbstbestimmt und unabhängig weiter zu arbeiten. Einen Wiedereinstieg ins Vereinswesen planen wir auch nach dem Vorstandswechsel nicht.

Tierschutz für Wildtiere und Tauben in Bamberg und Forchheim bedarf nicht zwangsläufig eines Vereins, es gibt durchaus einige Menschen, die wie wir rein privat und auf eigene Kosten Tieren aller Art in Not helfen.

Wir pflegen kleine Wildtiere und Tauben seit dem 27.09.2013 voll umfänglich aus eigener Tasche (siehe unter dem gesonderten Punkt "Die Kostenfrage") - und zukünftig hoffentlich auch durch die Mithilfe von wildtierliebenden Sponsoren. Wir erhalten weder staatliche noch kommunale Zuschüsse oder Mitgliedsbeiträge und auch keinerlei Unterstützung vom Bund Naturschutz oder Landesbund für Vogelschutz.

Wir haben uns auf kleine Wildtiere in Not und auf Tauben spezialisiert, weil wir täglich erkennen mussten, dass Wildtiere und Tauben nicht den selben Stellenwert in der Gesellschaft besitzen wie die vom Menschen geliebten Heimtiere Hund und Katze. Hilfe für diese Wildtiere und Tauben ist sehr sehr rar.

Durch langjährige Erfahrung, Fachliteratur und regelmäßige Fachgespräche und Fallbesprechungen mit Tierärzten, Tierkliniken sowie anderen Wildtierpflegestellen deutschlandweit sind wir zu geschätzten Helferinnen geworden, denen Finder Wildtiere in einer Notlage zur Erstversorgung und Gesundpflege übergeben können. Unser Rat wird oft nachgefragt. Tierärzte aus der Bamberger Umgebung schicken Finder mit ihren Fundtieren zu uns zur weiteren Versorgung und Pflege. Weniger erfahrene Pflegerinnen aus der näheren sowie weiteren Umgebung bringen uns Tiere, wenn sie selbst nicht mehr weiter wissen.  In der Zeit, in der wir noch für den besagten Verein tätig waren, haben wir Wildtiere in großer Anzahl gepflegt und uns auch dadurch einen großen Schatz an Erfahrung zulegen können. Heutzutage können wir nur noch im kleinen Rahmen unserer eigenen privaten finanziellen Mittel Hilfeleistung anbieten.

Aufgrund des § 45 Abs. 5 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) ist es zulässig, verletzte, kranke oder hilflose Wildtiere aufzunehmen und gesund zu pflegen (vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften). Nach der Gesundpflege oder Waisenaufzucht werden die Tiere wieder ausgewildert. Wir haben uns zu diesem Zweck ein kleines Grundstück auf dem Gebiet der Stadt Bamberg gepachtet, wo wir einige Auswilderungsvolieren errichten möchten. (Hierfür suchen wir Sponsoren, sei es durch Geld- oder Sachspenden wie Holzbalken (Kreuzrahmen), Holzbauwinkel, Volierendraht 12,7 x 12,7 mm Masche x 1,05 Drahtstärke bei 1 m Drahtbreite und natürlich alle Längen von Schrauben...

Soweit Wildtiere durch ein Handicap nicht auswilderbar bleiben, werden sie in geeignete Wildtier-Auffangstationen weiter gegeben, mit Genehmigung der für die Wildtier-Auffangstation zuständigen Naturschutzbehörde. Mit behördlicher Genehmigung ist auch die Weitergabe in private Tierhaltung (mit entsprechender, dem natürlichen Lebensraum nachempfundener Voliere) möglich. Wir geben  Wildtiere nicht in Käfighaltung ab! Das wäre auch nicht genehmigungsfähig. Es gibt bestimmte gesetzliche Anforderungen an die dauerhafte Haltung von Wildtieren, welche künftige Eigentümer natürlich erfüllen müssten. Auskünfte hierzu geben wir gerne. Eine der Auffangstationen, mit denen wir zusammen arbeiten, ist die von Sabine Witt in Stadtsteinach, eine nach § 11 Tierschutzgesetz genehmigte private Einrichtung. Frau Witt ist im Besitz eines Sachkundenachweises nach § 11, welcher auch die Pflege von Greifvögeln beinhaltet.

Unser Einsatz für die Tiere ist rein freiwillig und entspringt unserem Willen, Tieren in Notlagen zu helfen, wenn andere wegsehen oder ihrerseits hilflos daneben stehen. Dafür opfern wir sehr viel Zeit, unser Geld und oft genug auch unseren Schlaf, denn kleine Babytiere oder schwerverletzte Wildtiere benötigen einen hohen Pflegeaufwand.

Wir möchten in Not geratenen oder verwaisten Individuen helfen, wieder gesund zu werden oder überhaupt erst mal aufwachsen zu können. Gehandicapten, aber ansonsten gesunden Wildtieren möchten wir ein lebenswertes Leben in geeigneten, staatlich genehmigten Dauerpflegestellen ermöglichen.

Während der Artenschützer den Erhalt einer Art, nicht aber den des Individuums vorrangig im Auge hat, legen wir zusätzlich Wert darauf, den Einzelschicksalen die notwendige Hilfe zukommen zu lassen, denn in unseren Augen zählt jedes Leben, und jedes Tier hat das gleiche Anrecht auf Leben und ist ebenso schützenswert wie andere, da es einen (immateriellen) Wert besitzt.

Bei der Wildtierhilfe Bamberg zählen alle Tiere gleich viel. Wir legen überhaupt sehr viel Wert auf Gleichberechtigung und Gleichbehandlung, sowohl bei den Tieren als auch bei den Menschen selbst.

Wildtiere haben keine Lobby. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Wildtieren in Not zu helfen. Nachdem wir seit dem 27.09.2013 auf unsere eigenen Finanzen beschränkt sind, können wir Hilfe für die kleinen Not-Felle und Not-Federn leider nur noch im Rahmen unserer wirtschaftlichen Möglichkeiten anbieten. Deshalb wäre uns die tatkräftige und finanzielle Unterstützung durch Finder, Unternehmer und sonstige Bürger sehr willkommen. Je mehr Sponsoren wir finden, desto mehr Tieren können wir versorgen und artgerecht unterbringen.

Besonders wichtig ist uns übrigens auch die Hilfe für Stadt-, Brief- und Ziertauben in Not. Sie haben unter dem schlechten Bild, was die Öffentlichkeit von ihnen zu Unrecht hat, sehr zu leiden. Sie sind jedoch keine Wildtiere, sondern seit Jahrtausenden vom Menschen gezüchtete Haus- oder Nutztiere und unterliegen nicht dem Bundesnaturschutzgesetz, wohl aber dem Tierschutzgesetz, was viele Taubengegner gerne mal vergessen.

Leider sind wir bislang nur eine kleine Gruppe von derzeit vier privaten Helferinnen und zwei privaten Helfern aus den Städten und Landkreisen Bamberg und Forchheim. Über neue weitere, ebenfalls vereinsfreie private Helfer aus der Bamberger oder Forchheimer Gegend würden wir uns deshalb sehr freuen. Vor allem würden wir gerne jungen Leuten unsere Kenntnisse vermitteln, denn auch nach unserer Zeit wird es noch Wildtiere und Tauben in Not geben.

 

Unsere Helfer sind aktuell:

Kerstin, Katrin & Freund, Jürgen, Inge und Susanne. Als Reservistin ist Carmen noch mit im Team.  :-)

Diese Aufzählung ist abschließend, das Ehepaar Moni und Hans ist bereits seit August 2015 nicht mehr für uns aktiv. Auch unser ehemaliger Kurierfahrer Manni ist nicht mehr aktiv im Team dabei.

 

 

Susanne Wicht

Die Gründerin der Wildtierhilfe Bamberg-Forchheim