Was sind unsere langfristigen Ziele?

 


Unser größter Wunschtraum ist seit langem die Schaffung einer staatlich genehmigten und geförderten / oder staatlichen bzw. kommunalen Wildtier-Auffangstation für Bamberg und Umgebung.

Im Prinzip würde jede größere Stadt wie Bamberg und auch jeder Landkreis eine Wildtier-Auffangstation benötigen. Fast überall in Deutschland wird Wildtierhilfe vorwiegend von Privatpersonen und im kleinen Rahmen geleistet. Leider sind aber täglich viele Wildtiere in Not. Genau wie wir verfügen die wenigsten Privaten über die entsprechenden Finanzmittel, sich eine eigene Auffangstation finanzieren zu können, so dass jede private Pflegestelle nur im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten helfen kann. Das ersetzt jedoch nicht die Möglichkeiten, welche eine richtige große Wildtier-Auffangstation mit zahlreichen Auswilderungsvolieren und sonstigen Unterbringungsmöglichkeiten wie Quarantäneräume und geräumige Innen-Volieren bietet. Einige unserer Helferinnen besitzen nicht mal einen eigenen Garten, um Volieren bauen zu können. Sie pflegen im eigenen Haushalt bis zur Auswilderungstauglichkeit und müssen dann weite Fahrten zu auswärtigen Kollegen in Kauf nehmen, um die Tiere in großen Volieren fachgerecht auswildern zu können. Viel einfacher wäre es, wenn wir in Bamberg vor Ort einige Auswilderungsvolieren in greifbarer Nähe hätten. Das spart auch Fahrstress und Benzinkosten und schont somit die Umwelt.

Alleine der Umstand, dass unsere privaten Helferinnen in Stadt und Landkreis Bamberg bunt verstreut sind, stellt schon ein Problem dar, wenn es um Kurierfahrten zwischen den einzelnen Personen geht. In einer Wildtier-Auffangstation ist alles unter einem Dach, es gibt ehrenamtliches und / oder hauptamtliches Personal. Das erleichtert vieles.

Eine regelrechte Wildtier-Auffangstation für alle Wildtierarten wäre daher aus unserer Sicht die beste Lösung. Aus diesem Grunde haben wir über ein Jahr lang ein geeignetes Gelände gesucht, auf dem wir Auswilderungsvolieren errichten können. Derzeit suchen wir Sponsoren für den Volierenbau und die Umgestaltung des Grundstücks. Spenden für den Volierenbau überweisen Sie bitte auf folgendes Konto:

http://wildtierhilfe-bamberg.npage.de/spendenkonto-fuer-ihre-geldspende.html

Größere Handaufzuchten dürfen wir aktuell für die Auswilderungsphase in die Auswilderungsvolieren auswärtiger Wildvogelkollegen abgeben,  so z. B. Rabenvögel in eine nach § 11 Tierschutzgesetz genehmigte Großraumvoliere bei Pro Animale oder bei einem ebenfalls lange Jahre in der Wildtierpflege aktiven Tierarzt in Coburg. Doch dieses Glück hat nicht jede Pflegestelle in Deutschland. Viele private Wildtier-Helfer, mit denen wir in Kontakt stehen, sind ganz alleine auf sich angewiesen und haben lediglich eine kleine Wohnung und Käfige zur Verfügung. Dass dies keine ideale Lösung sein kann, leuchtet vermutlich auch dem Laien ein. Sie würden alle viel mehr Unterstützung benötigen.

Hier sind besonders die Gemeinden und Landkreise gefragt, die ganz im Sinne des Naturschutzes Mittel einsetzen sollten, um unsere heimischen Mitgeschöpfe zu erhalten und durch menschliches Verhalten und Industrialisierung entstandene Schäden am Tier wieder gut zu machen. Unserer Meinung nach sollte die Verpflichtung zur Schaffung einer solchen gemeindlichen oder landkreiseigenen Auffangstation im Bundesnaturschutzgesetz bzw. im Bayerischen Naturschutzgesetz verankert werden. Unsere Natur und unsere Wildtiere gehen uns alle an Wir Menschen sind für das Wohl unserer Mitgeschöpfe verantwortlich.

Eventuell würden sich mehr Bürgerinnen und Bürger für Wildtiere in Not einsetzen, wenn es eine Stelle gäbe, welche Mittel dafür zur Verfügung stellt. So kämpfen landauf, landab private Einzelpersonen darum, zu retten, was sie können und nehmen den Tieren zuliebe viele Einschränkungen in Kauf. Doch es ließe sich mehr bewerkstelligen, wenn von staatlicher oder kommunaler Seite Mittel zur Verfügung gestellt würden. Auch der Landesbund für Vogelschutz und der Bund Naturschutz sind hier gefragt, eigenverantwortliche Wildtier-Pfleger, die viel Zeit, Geld und Nerven auf der Strecke lassen, besser zu unterstützen.

Wir wissen, dass es in anderen Bundesländern zum Teil Förderprogramme für Wildtier-Auffangstationen gibt. Je nach Umfang der Pflegeleistung, nach Intensität der Beratung und Aufklärung in der Bevölkerung etc. gibt es Fördermittel in unterschiedlicher Höhe. Bayern sieht Fördermittel für Wildtier-Auffangstationen bislang überhaupt nicht vor. Doch was nicht ist, kann man ja noch werden lassen.  ;-)

 

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Ein weiteres Ziel der Wildtierhilfe Bamberg ist die Errichtung von Städtischen Taubenschlägen. Ehemalige Brieftauben und deren Abkömmlinge, die so genannten Stadttauben, sind keine Wild-, sondern Haustiere und benötigen zeitlebens "Betreutes Wohnen" mit artgerechter Fütterung und Geburtenkontrolle (Eieraustausch gegen Gips-Imitate). In manchen Städten hat man die städtisch betreuten Taubenschläge bereits eingeführt. Das sind moderne Stadtverwaltungen, die dem Naturschutz, dem Tierschutz und dem Denkmalschutz gleichermaßen dienen möchten. In anderen Städten ist die Botschaft des friedlichen Miteinanders noch nicht angekommen. Mit allerlei Vergrämungsmaßnahmen und mit Tötungsaktionen versuchen manche Städte, die zu Unrecht verhassten Tauben loszuwerden. Nur sehr kurzfristig "helfen" solche Maßnahmen den Stadtverwaltungen, da sich in den leer gewordenen Revieren bald wieder Tauben von außerhalb ansiedeln. Ohne Tauben gibt es also kein innerstädtisches Leben, man kann aber sehr wohl friedlich nebeneinander existieren. Bereits vorhandene Taubenschläge in diversen Städten beweisen dies.

 

 

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Über unseren Bamberger Tellerrand hinaussehend bemerken wir immer wieder, dass in den umliegenden Nachbarstädten und -landkreisen ein eklatanter Mangel an Wildtierpflegestellen herrscht.

Wir werden in den nächsten Monaten und Jahren deshalb versuchen, ein frankenweites Kontaktenetz für Wildtier- und Taubenpflegestellen aufzubauen. Zum einen dient das der schnelleren Hilfe für Wildtiere und Tauben in Not, denn nur, wer schnell vor Ort ist, kann auch schnell helfen.

Zum anderen soll die Vernetzung und Neuschaffung von Pflegestellen auch dazu dienen, dass wir Bamberger entlastet werden, da wir immer wieder Fundtiere von außerhalb unserer Landkreisgrenze gebracht bekommen, weil vor Ort keine Pflegestellen bekannt oder vorhanden sind.

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Ein wichtiges Ziel der Wildtierhilfe Bamberg ist es auch, die Bürgerinnen und Bürger dafür zu sensibilisieren, dass ein Wildtier die gleichen Rechte hat wie jedes Haustier auch. Es empfindet Schmerz, Krankheit und Leid mit der gleichen Intensität wie die Lieblinge des Menschen, die Hunde und Katzen. Wer sich bei der Hilfe für Tiere auf nur eine oder wenige Arten oder nur auf sein eigenes Tier beschränkt, ist kein Tierschützer im generellen Sinne. Er ist vielleicht der Beschützer seines Haustieres oder ein Hunde- oder Katzenschützer, nicht aber ein Tierschützer im wahren Sinne des Wortes, denn der "echte" Tierschützer unterscheidet nicht, bewertet nicht und gewichtet auch nicht das Recht auf Hilfe für die eine Tierart höher als für eine andere, denn das wäre reine Willkür. Die Wildtierhilfe Bamberg setzt sich für jedes Tier in Not gleichermaßen ein.

 

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Mit unserer Website stellen wir nicht nur für die Bamberger, sondern auch für die Tierfinder von weit weg ein Beratungsangebot zur Verfügung, da man hier einerseits sowohl Tipps von langjährigen Pflegestellen als auch Links zu anderen Wildtier-Seiten finden und andererseits auch unsere direkte telefonische Beratungen in Anspruch nehmen kann. Von unserer telefonischen Beratung wird oft und gerne Gebrauch gemacht. Die Beratung von Tierfindern sehen wir ebenso wie die Tierpflege selbst als eine unserer Hauptaufgaben, da von der richtigen Beratung von Anfang an abhängen kann, ob ein Fundtier überlebt oder nicht.

 

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Mit unserer täglichen praktischen Hilfe sowie mit der telefonischen Notfallberatung und unseren Plänen für die Zukunft möchten wir nachhaltig die bestmögliche Hilfe für Wildtiere und Tauben in Not regional und überregional sicherstellen. Unser Angebot stellt also eine Ergänzung zum Angebot der Tierschutzvereine dar, welche sich meist auf die Versorgung von Haustieren in Not in ihrem eigenen Landkreis beschränken. Wir schließen quasi durch unser freiwilliges Engagement eine Marktlücke.

 

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Von den Bürgerinnen und Bürgern von nah und fern wünschen wir uns, dass sie hin- und nicht wegschauen, wenn irgendwo Tiere leiden müssen, und dass sie beherzt selbst eingreifen, denn wir können nicht überall gleichzeitig sein. Von Leuten, die ein Händchen für die Tierpflege haben, wünschen wir uns, dass sie künftig unser freiwilliges Engagement durch ebenfalls ehrenamtliche Hilfe unterstützen mögen, auf dass wir unser Kontaktenetz weiter ausbauen und eines Tages aufatmen können, weil uns eine flächendeckende Versorgung für Wildtiere und Tauben in Not gelungen ist. Wie erfolgreich wir sein werden, hängt von Ihrer Mitwirkung ab, liebe Leserinnen und Leser!

 

Naturnah gestaltete unterteilbare Voliere für verschiedene miteinander verträgliche Pflege-Gäste bei einer der Kolleginnen - so ähnlich könnte es in einer zukünftigen Wildtier-Auffangstation für Bamberg auch aussehen, gerne noch größer und mit einem echten Teich...

 

 

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse und für Ihre Hilfsbereitschaft für Wildtiere und Tauben in Not.

 

Die Pflegerinnen der Wildtierhilfe Bamberg